Aufruf zum Housing Action Day 2022

Aufruf zum Housing Action Day 2022

Gemeinsam für eine solidarische Stadt!

Im dritten Winter der Pandemie sind die Energiekosten bei weiter steigenden Mieten explodiert. Wieder Zeit für Protest und Widerstand, Zeit für Träume und Visionen. Lasst uns gemeinsam kämpfen für eine solidarische Stadt: Macht mit beim Housing Action Day 2022 am 26. März!

Raus aus der Krise

Eine würdevolle und sichere Wohnung ist die dritte Haut jedes Menschen und ein Grundbedürfnis. Massenunterkünfte und die Straße bieten keinen Schutzraum. Das zeigt sich für Wohnungslose und Geflüchtete in besonderem Maße in der Pandemie. Hier hat auch die häusliche Gewalt gegen Frauen und Kinder zugenommen.

Während Immobilienkonzerne weiter hohe Renditen erzielen, werden für viele Mieterinnen die schon zuvor zu hohen Mieten unbezahlbar. Während der Staat große Wirtschaftsbetriebe mit milliardenschweren Rettungspaketen unterstützt, kämpfen Künstler:innen, Soloselbstständige und Betreiberinnen von Kleingewerbe nach wie vor um ihr Überleben.

In der Krise verschärft sich die soziale Frage und damit auch die Mieten- und Wohnungskrise. Die Kluft zwischen Privilegierten und Nicht-Privilegierten wird tiefer und breiter. Das wollen wir nicht hinnehmen. Deshalb fordern wir:

1) Wohnungen für alle!
Wohnungslose und Geflüchtete in Wohnungen unterbringen! Housing First!
Leerstand beenden! Besetzungen legalisieren!
Mehr Plätze in Frauenhäusern!

2) Mietschulden erlassen!
Wohnraum, Kleingewerbe, Kulturszene und soziale Zentren sichern!
Zwangsräumungen, Versorgungssperren und Kündigungen verhindern!

3) Mieten senken – Gewinne umverteilen!
Höchstmieten festsetzen!
Krisengewinne abschöpfen – Sonderabgabe auf Vermögen zur Bewältigung der Corona-Krise!

4) Wohnungskonzerne vergesellschaften!
Vonovia, Deutsche Wohnen, LEG & andere Wohnungskonzerne enteignen!
Neue Wohnungsgemeinnützigkeit einführen!

5) Bodenspekulation beenden!
Boden und Wohnraum dürfen keine Ware sein!

Zusammen kämpfen für eine solidarische Stadt

Die Stadt als unser Lebensumfeld soll unsere Bedürfnisse widerspiegeln. Wir brauchen eine Stadt, wo das Glück und das Leben der Vielen mehr zählt als das Streben nach Macht und der Reichtum von wenigen.

Wir kämpfen zusammen mit »Deutsche Wohnen & Co. enteignen!« für die Vergesellschaftung von Immobilienkonzernen und unterstützen die Forderungen nach einem bundesweiten Mietenstopp/Mietendeckel. Wir begrüßen die Arbeit von Mietervereinen und unterstützen den Aufbau von Mieter:innen-Gewerkschaften und anderen Formen der Organisierung von unten. Wir sind an der Seite aller Gruppen, die sich für eine antirassistische, feministische, klimagerechte und barrierefreie Stadt einsetzen, und rufen dazu auf, unsere Kämpfe zusammen zu führen. Vernetzen wir uns, um gemeinsam diese Stadt zu gestalten!

Kämpft, träumt, entwickelt Visionen und baut mit an der solidarischen Stadt!
Wir sehen uns beim Housing Action Day 2022!

Bundesweites Aktionsbündnis gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn