Presseerklärung vom 16. März 2022

Housing Action Day 2022

Auch dieses Jahr wird es in vielen deutschen Städten einen Housing Action Day geben. Denn viele Städte haben das gleiche, drängende Problem: unbezahlbare Mieten.

Mesun Al-Ustuani aus Köln:
„Ich lebe mit meinen drei Kindern in einer 50 m2 Wohnung, weil wir uns nichts größeres leisten können“.

Kurt Raster aus Regensburg:
„Alles wird immer mehr schickimicki. Für Normalsterbliche gibt es kaum noch was. Nur noch Betongold.“

Birgit Otte aus Hamburg:
„Um die Mieten- und Wohnungskrise nachhaltig zu bekämpfen, müssen wir die Marktlogik verlassen und den öffentlichen Wohnungsbestand erhalten und deutlich vergrößern. Es geht um Rekommunalisierung und Vorkaufsrechte. Auch die Enteignung von Wohnungskonzernen darf kein Tabu sein.“

In einem gemeinsamen Aufruf des bundesweiten Aktionsbündnis gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn wird die Lage umrissen, werden Forderungen aufgestellt und wird zum Housing Action Day 2022 am 26. März aufgerufen.

Wie die einzelnen Städte ihre Aktionen gestalten, ist sehr unterschiedlich. Einige planen satirisches Straßentheater, andere Kundgebungen und Demos, wieder andere wollen Workshops durchführen oder Solidaritätsaktionen zusammen mit Obdachlosen. So bunt wie das Leben ist, so bunt werden also auch die Aktionen sein. Aber alle Gruppen eint das gleiche Ziel: Verdrängung und Mietenwahnsinnn müssen ein Ende haben!

Wir sind wütend und traurig darüber, wie Menschen weltweit aufgrund von Gewalt und Krieg ihre Wohnungen und Nachbarschaften verlassen müssen. Wir sehen aktuell eine große Migrationsbewegung, die unseren Fokus besonders auf die angemessene Unterbringung von Geflüchteten lenkt.

BEZAHLBARER UND MENSCHENWÜRDIGER WOHNRAUM IST EIN MENSCHENRECHT!

Das gilt für alle! Für alle, die schon hier sind, und für alle, die noch kommen werden.

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